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Keime und Bakterien

Nahaufnahme von E. coli Bakterien unter dem Mikroskop – grüne stäbchenförmige Mikroorganismen.

Keime und Bakterien im Trinkwasser – Risiken & Schutzmaßnahmen

Unser Trinkwasser gilt in Deutschland als eines der bestüberwachten Lebensmittel – doch Keime können dennoch vorkommen. Besonders alte Leitungen, stagnierendes Wasser oder unzureichend gewartete Hausinstallationen erhöhen das Risiko. Hier erfährst du, welche Bakterien auftreten können, wann du dein Wasser testen lassen solltest und wie du dich schützen kannst.

Was sind Keime im Trinkwasser?

Mit „Keimen“ sind vor allem Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Parasiten gemeint. Im Trinkwasser besonders relevant sind z. B. Escherichia coli (E. coli), Enterokokken oder Legionellen. Während geringe Mengen meist ungefährlich sind, können bestimmte Erreger bei empfindlichen Personen gesundheitliche Probleme verursachen.

Wie gelangt Verunreinigung ins Leitungswasser?

Auch wenn das Wasser beim Verlassen des Wasserwerks in einwandfreiem Zustand ist, kann es auf dem Weg durch das Leitungssystem kontaminiert werden. Gründe dafür:

  • Alte oder beschädigte Hausleitungen
  • Stagnation in selten genutzten Leitungen
  • Mangelhaft gewartete Warmwasseranlagen
  • Rückfluss von verunreinigtem Wasser (z. B. durch defekte Ventile)

Sind Keime gefährlich?

In der Regel ist das Risiko gering. Doch bei empfindlichen Personen wie Babys, Senioren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem können Keime zu ernsthaften Erkrankungen führen – z. B. Magen-Darm-Infekte oder Legionärskrankheit. Besonders Legionellen verbreiten sich in warmem Wasser und werden über Wasserdampf eingeatmet.

Wie kann man sich schützen?

Es gibt mehrere Schutzmaßnahmen, die du ergreifen kannst:

  • Regelmäßig testen lassen – vor allem in Altbauten oder bei selten genutzten Leitungen.
  • Leitungen spülen – stehendes Wasser ablaufen lassen, vor allem nach längerer Abwesenheit.
  • Wasser abkochen – bei Verdacht oder Meldung durch das Gesundheitsamt (mind. 3–5 Minuten sprudelnd kochen).
  • Filtertechnik nutzen – Hochwertige Aktivkohle-Blockfilter oder UV-Filter können Keime reduzieren.

Häufige Fragen zu Keimen im Trinkwasser

Muss ich Trinkwasser regelmäßig testen lassen?
Wenn du unsichere Leitungen, Altbau oder selten genutzte Wasseranschlüsse hast – ja. Besonders bei Kindern, Senioren oder geschwächtem Immunsystem ist eine Prüfung ratsam.

Reicht Abkochen aus, um Wasser sicher zu machen?
Ja – das Aufkochen für 3–5 Minuten sprudelnd tötet die meisten Keime und Bakterien zuverlässig ab. Es ist eine schnelle Maßnahme bei Verunreinigung oder Verdacht.

Können Keime im Leitungswasser gefährlich sein?
Ja – insbesondere Legionellen und E. coli können Erkrankungen auslösen. Das Risiko steigt bei schlechter Wartung, Stagnation oder beschädigten Rohren.

Quellen:
• Umweltbundesamt – Hygiene im Trinkwasser
• Verbraucherzentrale – Keime im Trinkwasser
• Bayerisches Landesamt – Legionellen im Trinkwasser