Globale Verteilung des Wassers
Globale Verteilung des Wassers
Globale Verteilung des Wassers: Fakten zur Ressource Leben
Wasser ist lebenswichtig – doch wie viel davon ist wirklich verfügbar und wie gerecht verteilt? In diesem Beitrag betrachten wir die weltweite Wassermenge, den Verbrauch, die Knappheit sowie die Auswirkungen der Privatisierung.
Inhaltsverzeichnis
- Wie viel Wasser gibt es auf der Erde?
- Wasserverbrauch weltweit
- Wasserknappheit
- Wasser-Privatisierung
Wie viel Wasser gibt es auf der Erde?
Etwa 71 % der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Insgesamt stehen rund 1.386 Milliarden Kubikkilometer Wasser zur Verfügung. Davon sind rund 97 % Salzwasser in Ozeanen und Meeren – nur 3 % sind Süßwasser. Der größte Teil dieses Süßwassers ist in Gletschern, Schnee oder tiefem Grundwasser gespeichert. Nur rund 0,3 % der globalen Süßwasserressourcen sind direkt zugänglich – z. B. in Seen, Flüssen oder Feuchtgebieten.
Wasserverbrauch weltweit
Der Großteil des weltweiten Wasserverbrauchs entfällt auf die Landwirtschaft mit ca. 69 %. Industrie und Energiewirtschaft nutzen etwa 19 % des verfügbaren Wassers. Haushalte machen weltweit nur rund 12 % des Verbrauchs aus – mit regional sehr unterschiedlichen Pro-Kopf-Verbräuchen.
Wasserknappheit
UNICEF und WHO warnen: Weltweit haben rund 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Etwa 785 Millionen verfügen nicht einmal über eine Grundversorgung. Bis 2050 könnten laut Prognosen bis zu 5,7 Milliarden Menschen unter Wasserknappheit leiden – insbesondere in Afrika, Asien und Teilen Südamerikas.
In Europa wird das Problem häufig unterschätzt, doch auch hier führen Dürreperioden und übermäßiger Verbrauch zu lokalen Engpässen, z. B. in Spanien, Frankreich oder Italien. Ein nachhaltiger Umgang mit Wasser ist global notwendig.
Wasser-Privatisierung
Die UN hat 2010 den Zugang zu Wasser als Menschenrecht anerkannt. Kritiker warnen jedoch, dass die Privatisierung die Versorgung gefährdet. Konzerne wie Nestlé geraten häufig in die Kritik, in wasserarmen Regionen große Mengen Grundwasser abzupumpen – auf Kosten der lokalen Bevölkerung.
Wasser darf kein Spekulationsobjekt werden. Die nachhaltige, gerechte und öffentliche Verwaltung von Wasserressourcen ist entscheidend für unsere Zukunft.